Dieser Beitrag wurde von der staatlich geprüften Ernährungsberaterin Juliette Kellow verfasst.
Kognitive Funktionen
Unter kognitiven Funktionen versteht man die geistigen Prozesse, die beim Erwerb von Wissen und bei der Verarbeitung von Informationen eine Rolle spielen, darunter unsere Fähigkeit, uns zu erinnern, zu denken, zu lernen, uns zu konzentrieren, Sprache zu verstehen, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen (1).
Viele Faktoren beeinflussen kognitive Funktionen. Dazu gehören unsere Genetik sowie unsere körperliche und psychische Gesundheit. Auch Lebensstilfaktoren wie regelmäßige körperliche Aktivität, der Verzicht auf Rauchen, ein begrenzter Alkoholkonsum, ausreichender Schlaf sowie geistige Aktivität und soziale Kontakte wirken sich auf kognitiven Funktionen aus (2, 3, 4, 5).
Unsere kognitiven Fähigkeiten verändern sich im Laufe des Lebens, wobei verschiedene kognitive Funktionen oft in unterschiedlichem Alter ihren Höhepunkt erreichen, bevor sie im Rahmen des normalen Alterungsprozesses allmählich nachlassen (6, 7). Wenn dieser Rückgang schneller erfolgt, als es für das Alter einer Person zu erwarten wäre, kann dies als leichte kognitive Beeinträchtigung (mild cognitive imparirment, hier MCI abgekürzt) eingestuft werden, die das Risiko für die Entwicklung einer Demenz erhöhen kann. Etwa 20 % der Menschen mit MCI entwickeln eine Demenz (pro Jahr), obwohl dies nicht unvermeidlich ist – bei einem ähnlichen Anteil der Betroffenen können sich kognitive Funktionen sogar verbessern (8). Insbesondere dann, wenn Änderungen des Lebensstils vorgenommen werden, um Demenz-Risikofaktoren zu minimieren. Zu den Lebensstilfaktoren, die das Demenzrisiko erhöhen können, gehören Bluthochdruck, ein hoher Cholesterinspiegel, Rauchen, Bewegungsmangel und Einsamkeit (9). Weitere Informationen zum Thema Demenz finden Sie hier.